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R&DIALOGUE DEUTSCHLAND (NRW)

Wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Techniken sind wichtige Bausteine für die Umgestaltung unseres Energiesystems. Sie können dazu beitragen, unsere Energieerzeugung und unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. Ihre Um- und Einsetzung ist jedoch immer wieder gesellschaftlich umstritten. Gleichzeitig werden durch unseren Energieverbrauch weiterhin große Mengen Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre abgegeben. Deshalb braucht unsere Gesellschaft einen konstruktiven Dialog über Wege nachhaltiger Energieerzeugung – einen Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, eine gemeinsame europäischen Vision einer Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß zu entwickeln. Wir sind ein Konsortium aus 15 Partnern in zehn europäischen Ländern. Wir wollen gemeinsam den Dialog zwischen Wissenschaft (Research) und Zivilgesellschaft voranbringen. Wir sind R&Dialogue.

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R&DIALOGUE IN DEUTSCHLAND (NRW): Gemeinsam eine Zukunft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß gestalten

Energie prägt unseren Alltag. Ob wir das Licht einschalten, die Heizung aufdrehen oder in den Zug steigen: die meisten unserer täglichen Aktivitäten sind ohne Energie nicht denkbar. Ständig nutzen wir Energie, und oft beschäftigen wir uns mit Energiefragen. Sollen wir in Solarsiedlungen wie Köln-Ossendorf oder Gelsenkirchen-Schaffrath ziehen,  Anteile an Bürgerwindparks wie Wewelsburg kaufen oder  unser Eigenheim besser dämmen? Aber auch gesellschaftlich und wirtschaftlich spielt Energie eine große Rolle: Strompreise belasten Verbraucher mit unterschiedlichen Einkommen unterschiedlich stark, sie haben Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes, und der Energiesektor bietet viele Arbeitsplätze.

Der Dialoge in Nordrhein-Westfalen

Ziel unseres von der Europäischen Kommission geförderten Projekts war es, den Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Forschung im Handlungsfeld der Kohlendioxidreduzierung zu verbessern und konkrete Fragestellungen zu identifizieren, an denen beide Akteursgruppen arbeiten können. Entsprechend haben wir in Nordrhein-Westfalen eine Gesprächsreihe organisiert, in der hochrangige Akteure aus dem Energiebereich in Nordrhein-Westfalen (NRW) über eine Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß diskutierten.

Vor Beginn der Gesprächsreihe wurden Interviews mit 43 Expertinnen und Experten über eine Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß geführt. Auf Grundlage dieser Interviews wurden Themen identifiziert, die in der Gesprächsreihe diskutiert werden sollten. Diese Themen wurden den Experten genannt und die wichtigsten vier Themen durch ein Abstimmungsverfahren bestimmt. Auf diese Weise wurden die Themen ‚Akzeptanz‘, ‚Partizipation‘, ‚Anwendung von Wissenschaft‘ und ‚Chancen und Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen‘ bestimmt. Die Dialog-Reihe startete am 6. März 2014 mit einer Auftaktveranstaltung. Im weiteren Verlauf folgten monatliche Treffen zu den vier Themenfeldern. Die letzte Veranstaltung der Dialog-Reihe, in der eine Vision einer kohlendioxidarmen Gesellschaft erarbeitet wurde, fand am 4. September 2014 statt.

Das Diskussions- und Visionspapier

Gemeinsam mit den beteiligten Aktueren haben wir ein Diskussions- und Visionspapier erstellt.

Der erste Teil dieses Dokumentes besteht aus dem Diskussionspapier, welches einerseits aufzeigt, welche Herausforderungen, mögliche Lösungsansätze und Ziele von den Beteiligten genannt wurden, die auf dem Weg zu einer kohlendioxidarmen Gesellschaft behandelt werden sollten. Andererseits zeigt dieser Teil, welche Fragestellungen noch offen geblieben sind und in welchen Bereichen Uneinigkeit herrschte. Das Diskussionspapier beleuchtet die aktuellen Herausforderungen auf dem Weg zu einer Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß aus Sicht der beteiligten Akteure. Es ist daher vom aktuellen Zeitgeschehen und dem Beitrag der jeweiligen Akteure gekennzeichnet. Entsprechend ist das Dokument als ein möglicher Ausgangspunkt zu sehen, der Hinweise und Anregungen gibt, welche weiteren Schritte unternommen werden können.

Im zweiten Teil, dem Visionspapier (Kap. 7), wird skizziert, wie nach Sicht der beteiligten Akteure eine kohlendioxidarme Gesellschaft im Jahr 2044 aussehen kann. Grundlage hierfür war die Gesprächsrunde vom 4. September 2014, auf der erste Teilaspekte von Zukunftsbildern gesammelt wurden. Die hier aufgezeigte Vision soll die prinzipiellen Zielvorstellungen der Teilnehmenden widerspiegeln und somit aufzeigen, welche grundlegenden Orientierungen ihre Handlungen anleiten.

Wie das Diskussionspapier (und das Visionspapier) zeigen, bestand größtenteils Einigkeit über die bestehenden Herausforderungen. Jedoch bestand Dissens bei der Bewertung von Lösungsmöglichkeiten und zukünftigen Entwicklungen. Dieser Dissens, im Diskussionspapier unter „offene Diskussionspunkte“ zusammengefasst, zeigt deutlich Themen und Fragestellungen auf, die auf dem Weg zu einer Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxidausstoß sowohl von der Wissenschaft als auch von der Gesellschaft adressiert werden sollten.

Das Diskussionspapier können Sie hier herunterladen.

Weiterführende Informationen

Wir laden Sie ein, auf unserer englischsprachigen Webseite mehr über unser Projekt zu erfahren. Für weiterführende Informationen auf Deutsch oder falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das nordrhein-westfälische R&Dialog-Team: Anna Ernst a.ernst@fz-juelich.de